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Übersicht

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Zentrum Anatomie                                                                   11.02.2026
der Universität zu Köln

Sehr geehrte Studierende des 1. Fachsemesters,

Sie werden im kommenden Sommersemester in Ihrem 2. Fachsemester den Kursus der Makroskopischen Anatomie (Präparierkurs) als erster Jahrgang im Neubau der Prosektur absolvieren. Die Präparierarbeit im Neubau wird an Tischen mit modernster Lüftungs- und Kühltechnik sowie umfangreicher Medienausstattung unter optimalen äußeren Bedingungen stattfinden können.

Eine weitere Neuerung betrifft die Abfolge der Kurstestate. Zusätzlich zu den seit einigen Jahren geprüften mündlichen Testaten 1 (Bewegungsapparat), 2 (Situs und Retrositus) und 3 (Kopf, Hals, Neuroanatomie) wird vor Kursbeginn ein Osteologietestat stattfinden. Das Osteologietestat wird voraussichtlich am
Donnerstag, 09.04.2026, ab 10:00 Uhr stattfinden.

In diesem Osteologietestat werden ausschließlich deskriptiv Knochen und knöcherne Strukturen abgefragt, die Sie im Selbststudium mit Hilfe von Anatomieatlanten während der Semesterferien zwischen 1. und 2. FS lernen können. Es werden Ihnen Bilder von Knochen und knöchernen Strukturen gezeigt werden, die Sie unter Nennung eines einzelnen anatomischen Terminus benennen sollen. Es können dabei sowohl Grafiken als auch Fotografien von Knochen eingesetzt werden.

1. Bsp: Wie heißt der mit einem Pfeil bezeichnete Knochen? Antwort: Femur

2. Bsp: Wie heißt der mit einem Pfeil bezeichnete Knochenpunkt? Antwort: Tuberculum majus humeri.

3. Bsp: Benennen Sie bitte das farblich markierte Knochenareal! Antwort: Proc. palatinus maxillae.

Der Erwartungshorizont des Testats ist wie folgt:
1. Identifikation und Benennung aller Knochen des menschlichen Körpers mit den korrekten Nomina anatomica.

2. Identifikation und Benennung aller wesentlicher knöcherner Teilstrukturen und Knochenpunkten an den o.g. Knochen.

3. Am Schädel Identifikation und Benennung aller wesentlicher Knochen, knöcherner Strukturen und Foramina am intakten Schädel, einschließlich der inneren
Schädelbasis.

4. Für Studierende der Zahnmedizin entfallen die Knochen der Extremitäten, geprüft werden Schädel, Wirbelsäule mit Rippen sowie der Beckengürtel.

NICHT Inhalt des Osteologietestats, sondern Inhalt der nachfolgenden mündlichen
Kurstestate ist Folgendes:

1. Inhalte der allgemeinen Knochen – und Gelenklehre (Biomechanik etc.) 

2. Benennung und Beschreibung der Gelenke, des Bandapparats und der an den
Knochenpunkten entspringenden oder ansetzenden Muskeln.

3. Benennung der an isolierten Schädelknochen („Sprengschädel“) sichtbaren
Strukturen.

4. Benennung der durch Foramina ziehenden Strukturen (Leitungsbahnen).

Das Testat wird als E-Klausur am PC-Pool im Histologiesaal durchgeführt. Der Umfang beträgt 10 Fragen, zur Beantwortung jeder Frage gibt es 1,5 Minuten Zeit
(insgesamt 15 Minuten), zum Bestehen müssen mindestens 6 von 10 Fragen richtig beantwortet werden. Das Osteologietestat wird behandelt wie die anderen
Kurstestate auch, mit der Option einer mündlichen Wiederholungsprüfung durch die Tischdozenten und einer zweiten Wiederholungsprüfung im Rahmen der Klausur zum 2. Nachtestat nach Abschluss des Kurses. Das Bestehen des Osteologietestats ist keine Zulassungsvoraussetzung für die Kursteilnahme.

Das Konzept des vor Kursbeginn stattfindenden Osteologietestats wurde vom Zentrum Anatomie gemeinsam mit Fachschaft Medizin und Studiendekanat
entwickelt. Die Vorteile sind insbesondere:

1. Bessere Vorbereitung der Studierenden auf den Stoff des Präparierkurses schon vor Kursbeginn.

2. Reduktion des Prüfungsstoffes in den folgenden Testaten, da Inhalte zum Skelett nicht mehr gesondert abgefragt werden müssen, und damit Streckung des
Lernzeitraums für die Studierenden.

3. Das mit dem Osteologietestat vorab abgefragte Wissen wird das Lernen insbesondere der Muskelverläufe und -funktionen im Kursteil 1 erleichtern.

4. Es bleibt mehr Zeit für funktionelle und klinische Inhalte in den Vorlesungen, da die Anatomie des Skeletts nicht mehr gesondert behandelt werden muss.

Zur Vorbereitung auf das Testat sind alle gängigen Anatomieatlanten (z.B. Prometheus, Sobotta, Rohen/Yokochi, Tillmann etc) geeignet. Auch ein Besuch der
Lehrsammlung des Zentrums Anatomie zur Erlangung einer dreidimensionalen Vorstellung von den Knochen ist empfehlenswert.
 


Mit freundlichen Grüßen

Univ.-Prof. Dr. M. Scaal